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Autor: Patrice.C

  • Avolites Lichtpult: Diamond, Arena, Tiger Touch II und D3

    Avolites Lichtpult: Diamond, Arena, Tiger Touch II und D3

    Avolites steht seit Jahrzehnten für Lichtpulte, die vor allem im Live-Bereich geschätzt werden: schnelles Busking, direkte Fader-Arbeit, eine Oberfläche, die auf spontanes Fahren ausgelegt ist. Mit der Übernahme durch Robe und einer deutlich erneuerten Produktpalette hat sich die Marke in den letzten Jahren neu aufgestellt. Dieser Artikel ordnet die aktuellen Titan-Pulte ein – als Analyse auf Basis von Herstellerangaben und Anwenderfeedback.

    Avolites Diamond 9-215
    Foto: Avolites

    Avolites: Herkunft und Eigentümer

    Avolites wurde 1976 gegründet und sitzt in Park Royal, London. 1991 folgte ein Management-Buy-out, am 6. Juni 2023 übernahm Robe Lighting das Unternehmen vollständig. Seitdem sind Pulte und Mediaserver von Avolites Teil desselben Konzerns wie die Robe-Scheinwerfer – ein Punkt, der für Verleiher mit Robe-Parks interessant sein kann, auch wenn die Pulte selbstverständlich herstellerunabhängig jedes DMX-Gerät steuern.

    Titan: ein Betriebssystem für alle Pulte

    Alle aktuellen Avolites-Pulte laufen mit dem Betriebssystem Titan. Das Online-Handbuch dokumentiert derzeit die Version 19.0. Wie bei ChamSys gilt: Wer ein Titan-Pult beherrscht, findet sich auch auf den anderen Modellen der Marke zurecht. Anwender schätzen an Titan vor allem die Ausrichtung auf Playback-Fader, die beim Busking den direkten Zugriff erleichtert.

    Neben den Pulten listet Avolites auch die mobile Lösung Titan Mobile sowie die kompakten Modelle T1, T2 und T3.

    Die aktuellen Avolites-Pulte

    Diamond 9 (D9-330 und D9-215)

    Die 2021 vorgestellte Diamond-9-Serie ist die Spitze der Avolites-Palette. Die D9-330 bietet 30+2 Fader von Penny & Giles, drei 15,6-Zoll-Touchscreens plus drei 4,3-Zoll-Displays und 70 Encoder – bei einem Gewicht von 68 kg ein klares Großproduktionspult. Die D9-215 ist mit 15+2 Fadern und zwei 15,6-Zoll-Bildschirmen die kleinere Variante und wiegt 54 kg. Andere Diamond-9-Varianten gibt es nicht.

    Diamond 7 (D7-330 und D7-215)

    Die Diamond-7-Serie wurde 2024 vorgestellt und ist eine aktuelle Pultgeneration, kein älteres Modell. Die D7-330 hat 30 motorisierte Fader und drei 14-Zoll-Bildschirme bei 24,5 kg. Sie ist damit deutlich leichter als die D9-330 und für Tourneen interessant, bei denen Gewicht und Frachtkosten zählen. Die D7-215 ergänzt die Serie als kleineres Modell.

    Arena

    Die Arena ist ein Fader-Pult im klassischen Sinn: 40 nicht motorisierte Fader, ein 15,6-Zoll-Hauptbildschirm plus 7-Zoll-Display, 8 DMX-Ausgänge und 16 Universen über Art-Net und sACN, erweiterbar mit TitanNet Processors. Sie wiegt 23 kg. Sie spricht vor allem Anwender an, die viele Playbacks physisch vor sich haben möchten. Den allgemeinen Marktüberblick bietet unser Ratgeber Lichtpult kaufen.

    Tiger Touch II

    Das Tiger Touch II ist seit Jahren eines der bekanntesten Avolites-Pulte. Es bietet einen 15,6-Zoll-Touchscreen, 4 DMX-Ausgänge und 16 Universen – mit TitanNet Processors bis zu 64. Mit 15,2 kg ist es ein kompaktes, gut transportables Pult für Events und kleinere Tourneen.

    D3-Serie (D3-010 und D3-110)

    Die 2025 eingeführte D3-Serie bildet den kompakten Einstieg in Titan. Die D3-110 verarbeitet 24 Universen, hat einen 12,1-Zoll-Bildschirm und 10 Fader und wiegt nur 8,7 kg. Die D3-010 ergänzt die Serie.

    Vergleich der wichtigsten Modelle

    Modell Fader Bildschirme Universen Gewicht
    D9-330 30+2 (Penny & Giles) 3 × 15,6 + 3 × 4,3 Zoll – 68 kg
    D9-215 15+2 2 × 15,6 Zoll – 54 kg
    D7-330 30 motorisiert 3 × 14 Zoll – 24,5 kg
    Arena 40, nicht motorisiert 15,6 + 7 Zoll 16 (mit TitanNet Processors mehr) 23 kg
    Tiger Touch II – 15,6 Zoll 16 (bis 64 mit TitanNet Processors) 15,2 kg
    D3-110 10 12,1 Zoll 24 8,7 kg

    Ein Strich bedeutet, dass der Hersteller den Wert auf der Produktseite nicht in dieser Form angibt. Preise für Avolites-Pulte nennen wir hier bewusst nicht: Sie sind auf Anfrage beim Fachhandel erhältlich und variieren je nach Ausstattung und Paket.

    Mediaserver und weitere Produkte

    Avolites ist nicht nur Pulthersteller. Die Marke bietet auch Mediaserver an, darunter Q3, Q3pro und Qgen, sowie AvoKey. Außerdem listet Avolites weiterhin die Sapphire Touch und die Quartz. Wichtig zur Einordnung: Avolites hat nie d3/disguise übernommen – die Namensähnlichkeit mit der D3-Pultserie führt gelegentlich zu Verwechslungen.

    Avolites im Vergleich zu ChamSys, MA und Hog

    Im Live-Segment konkurriert Avolites vor allem mit ChamSys, grandMA3 und den Hog-Pulten von ETC. Grob lässt sich sagen:

    • Avolites punktet bei Anwendern, die viel über Fader und spontan fahren.
    • ChamSys bietet mit dem kostenlosen MagicQ PC den günstigsten Einstieg in die Software – mehr dazu im Überblick ChamSys-MagicQ-Lichtpulte.
    • grandMA3 ist auf großen Produktionen häufig im Rider gefordert – siehe grandMA3: alle Modelle.
    • Hog hat eine treue Anhängerschaft im Konzertbereich – siehe Hog-Lichtpulte heute.

    Welche Arbeitsweise Ihnen liegt, klären Sie am besten mit der jeweiligen Offline-Software, bevor Sie Hardware kaufen. Eine Übersicht der kostenlosen Programme finden Sie im Artikel kostenlose Lichtpult-Software.

    Welches Avolites-Pult passt zu Ihnen?

    • Kleine Events, Clubs, Einstieg: D3-110 – leicht, 24 Universen, volle Titan-Umgebung.
    • Events und kleinere Tourneen: Tiger Touch II, mit Option auf mehr Universen über TitanNet Processors.
    • Viele direkte Fader ohne Motoren: Arena.
    • Tourneen mit Gewichtsbudget: D7-330.
    • Großproduktionen: D9-215 oder D9-330.

    Worauf Sie beim Kauf achten sollten

    Bevor Sie sich für ein Modell entscheiden, lohnt ein nüchterner Blick auf den tatsächlichen Bedarf:

    • Universen: Zählen Sie die Kanäle Ihres Rigs im gewünschten DMX-Modus und planen Sie Reserve ein. Die Grundlagen dazu erklärt unser Artikel DMX512 erklärt.
    • Motorisierte Fader: Wer viele Seiten und Cue-Listen nutzt, profitiert von Motorfadern, die beim Seitenwechsel ihre Position übernehmen. Die Arena verzichtet bewusst darauf.
    • Gewicht und Transport: Zwischen der D3-110 mit 8,7 kg und der D9-330 mit 68 kg liegen Welten – auch beim Flightcase und bei den Frachtkosten.
    • Rider und Personal: Klären Sie, welche Pulte Ihre Operatoren beherrschen und welche in den Ridern Ihrer Kunden stehen.

    Le Faisceau Bewertung — Avolites-Lichtpulte

    Bewertet nach unserer Le-Faisceau-Methode (Kapazität 25 % · Programmierung und Workflow 30 % · Ökosystem und Netzwerk 15 % · Preis-Leistung 20 % · Zuverlässigkeit und Support 10 %). Technische Daten und Preise stammen von den Herstellerseiten und dem Fachhandel.

    Pult Kapazität Workflow Ökosyst. P/L Zuverl. Gesamt /5
    Avolites Diamond 9-330 4.9 4.6 4.4 3.6 4.6 4.4 ★★★★½
    Avolites Arena 4.0 4.6 4.4 4.1 4.5 4.3 ★★★★½
    Avolites Tiger Touch II 💰 Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis 4.2 4.6 4.4 4.3 4.5 4.4 ★★★★½

    💰 Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis : Avolites Tiger Touch II — beste Preis-Leistungs-Achse (4.3/5).

    Fazit

    Avolites hat seine Palette unter dem Dach von Robe klar strukturiert: Diamond 9 für die großen Bühnen, Diamond 7 als leichtere Tourlösung, Arena und Tiger Touch II für Events und die D3-Serie als kompakter Einstieg. Alle Pulte teilen das Betriebssystem Titan, was Umstiege innerhalb der Marke erleichtert. Wer vor allem live und spontan fährt, sollte Avolites unbedingt in die engere Wahl nehmen.

    Häufige Fragen

    Wem gehört Avolites?

    Avolites wurde 1976 gegründet und am 6. Juni 2023 vollständig von Robe Lighting übernommen. Der Sitz ist Park Royal in London.

    Welches Betriebssystem nutzen Avolites-Pulte?

    Alle aktuellen Avolites-Pulte laufen mit Titan. Das Online-Handbuch dokumentiert derzeit die Version 19.0.

    Ist die Diamond 7 ein älteres Modell als die Diamond 9?

    Nein. Die Diamond 9 kam 2021, die Diamond 7 wurde 2024 vorgestellt und ist eine aktuelle, leichtere Pultgeneration.

    Wie viele Universen hat das Tiger Touch II?

    Das Tiger Touch II verarbeitet 16 Universen direkt und bis zu 64 mit TitanNet Processors. Es hat 4 DMX-Ausgänge und wiegt 15,2 kg.

    Quellen — Avolites – Produktübersicht, Avolites Tiger Touch II, Avolites Arena, Avolites D9-330, Wikipedia: Avolites.

  • Hog Lichtpult heute: Tour Hog, Stage Hog, Flex Hog und Hog 4

    Hog Lichtpult heute: Tour Hog, Stage Hog, Flex Hog und Hog 4

    Hog-Pulte haben im Konzert- und Tourbereich eine lange Tradition. Wer heute nach einem Hog sucht, stößt allerdings auf zwei Welten: die aktuelle Pultfamilie von ETC mit Tour Hog, Stage Hog und Flex Hog – und die große Zahl gebrauchter Hog-4-Pulte, die nicht mehr im Katalog stehen. Dieser Artikel sortiert beides und zeigt, was Sie heute neu kaufen können. Grundlage sind Herstellerangaben und Anwenderfeedback.

    ETC Tour Hog
    Foto: ETC

    Von High End Systems zu ETC

    Hog war lange die Pultmarke von High End Systems. Barco übernahm High End Systems 2008, im April 2017 kaufte ETC das Unternehmen von Barco. Heute leitet highend.com auf etcconnect.com weiter, und die Hog-Pulte werden bei ETC neben den Familien Eos und ColorSource geführt. Wer die Eos-Welt kennt, findet dazu unseren Überblick ETC Eos.

    Die aktuelle Hog-Familie

    ETC bezeichnet die aktuelle Linie als Hog-5-Generation. Alle Pulte laufen mit Hog OS und verarbeiten 64 Universen über DMX, sACN und Art-Net. Die Unterschiede liegen in Bildschirmen, Größe und Gewicht.

    Tour Hog

    Das Tour Hog ist das Flaggschiff: ein schwenkbarer 23,8-Zoll-Multitouch-Bildschirm, dazu zwei 12,5-Zoll-Dashboards, 10 motorisierte Master-Playbacks mit RGB-Hintergrundbeleuchtung und 4 DMX-Ausgänge (5-polig XLR). Das Pult wiegt 35 kg.

    Stage Hog

    Das Stage Hog verzichtet auf den großen Hauptbildschirm und setzt auf zwei 12,5-Zoll-Dashboards plus sechs Funktionstasten-Displays. Es bietet ebenfalls 10 motorisierte Master-Playbacks und 4 DMX-Ausgänge, wiegt aber nur 21 kg – ein interessanter Kompromiss für Produktionen, bei denen der Platz am FOH knapp ist.

    Flex Hog

    Das Flex Hog ist das kompakteste Pult der Familie: sechs farbige Funktionstasten-Displays, externe Monitore werden unterstützt, 10 motorisierte Master-Playbacks, 4 DMX-Ausgänge und 12,3 kg Gewicht. Trotz der geringen Größe stehen auch hier 64 Universen zur Verfügung.

    Gig Hog, Tour Wing und HPU+

    Ergänzt wird die Familie durch Wings und einen Prozessor:

    • Gig Hog: ein Wing mit 2 DMX-Ausgängen und 5,4 kg, nur für externe Monitore. Am kostenlosen Hog PC schaltet es 12 Universen frei, an einer HPU/HPU+ sind es 64.
    • Tour Wing: 10 motorisierte Playbacks, 4 DMX-Ausgänge, 9,6 kg; ebenfalls 12 Universen an Hog PC und 64 mit HPU/HPU+.
    • HPU+: der Hog-Prozessor im 2-HE-Format mit 64 Universen (erweiterbar mit weiteren HPU-Einheiten), 8-Zoll-Multitouch-Display und 8 DMX-Ausgängen.

    Übersicht: aktuelle Hog-Modelle

    Modell Universen Bildschirme DMX-Ausgänge Gewicht
    Tour Hog 64 23,8 Zoll + 2 × 12,5 Zoll 4 35,0 kg
    Stage Hog 64 2 × 12,5 Zoll + 6 Tastendisplays 4 21,0 kg
    Flex Hog 64 6 Tastendisplays, externe Monitore 4 12,3 kg
    Gig Hog (Wing) 12 an Hog PC / 64 an HPU externe Monitore 2 5,4 kg
    Tour Wing 12 an Hog PC / 64 an HPU – 4 9,6 kg
    HPU+ 64, erweiterbar 8 Zoll 8 6,8 kg

    Preise für die Hog-Pulte erhalten Sie auf Anfrage beim Fachhandel.

    Hog PC: kostenlos einsteigen

    Hog PC ist ein kostenloser Download. Damit können Sie Shows offline vorbereiten und die Bedienung lernen. Für den Live-Einsatz kombinieren Sie Hog PC mit Hardware wie Gig Hog oder Tour Wing: Beide schalten an Hog PC jeweils 12 Universen (6 144 Adressen) frei und bringen physische Bedienelemente mit. Auch der ETCnomad-Schlüssel von ETC schaltet Hog PC frei. Wie sich Hog PC gegen MagicQ PC, grandMA3 onPC und Onyx schlägt, zeigt unser Vergleich kostenlose Lichtpult-Software.

    Hog 4: nur noch Gebrauchtmarkt

    Die gesamte Hog-4-Familie ist Legacy. Das betrifft Hog 4-18, Full Boar 4, Road Hog 4, HedgeHog 4, Hoglet 4, Hog 4 PC, die alte HPU und die Widgets. Diese Geräte stehen nicht mehr im aktuellen ETC-Katalog und sollten nicht als Neuanschaffung eingeplant werden.

    Auf dem Gebrauchtmarkt sind Hog-4-Pulte dennoch präsent. Wenn Sie ein solches Pult in Betracht ziehen, beachten Sie:

    • Ersatzteile und Service: Klären Sie vor dem Kauf mit Ihrem Händler, welche Unterstützung für Legacy-Geräte noch verfügbar ist.
    • Kompatibilität: Laut ETC sind ältere Hog-3- und Hog-4-Wings und -Widgets nicht mit Computern kompatibel, die Arm-Prozessoren verwenden.
    • Zukunftssicherheit: Die Weiterentwicklung findet auf Hog OS und der aktuellen Hardware statt.

    Allgemeine Tipps zum Gebrauchtkauf – Zustand der Fader, Displays, Anschlüsse – gelten für Hog genauso wie für andere Marken. Einige Punkte dazu finden Sie in unserem Ratgeber grandMA3 gebraucht kaufen.

    Umstieg von Hog 4 auf die aktuelle Generation

    Wer heute noch ein Hog-4-Pult betreibt, steht früher oder später vor der Frage des Umstiegs. Die Bedienphilosophie bleibt Hog – wer mit Hog 4 gearbeitet hat, findet sich auf den neuen Pulten deutlich schneller zurecht als auf einem System eines anderen Herstellers. Klären Sie vor dem Wechsel mit Ihrem Händler oder direkt mit ETC, wie sich bestehende Showfiles übernehmen lassen, und testen Sie Ihre Shows vorab in Hog PC. So vermeiden Sie Überraschungen bei der ersten Produktion auf der neuen Hardware.

    Für wen ist ein Hog heute die richtige Wahl?

    Hog-Pulte werden im Live-Bereich geschätzt, besonders von Operatoren, die mit dem Hog-Workflow groß geworden sind. Die aktuelle Familie bietet mit 64 Universen pro Pult genug Reserve für die meisten Tourneen und Events.

    • Tour Hog: große Produktionen, bei denen ein großer Hauptbildschirm am Pult gewünscht ist.
    • Stage Hog: gleiche Rechenleistung bei weniger Gewicht und Platzbedarf.
    • Flex Hog: kompakte Lösung für kleinere Regieplätze, mit externen Monitoren.
    • Gig Hog oder Tour Wing mit Hog PC: preisbewusster Einstieg mit 12 Universen.

    Im direkten Wettbewerb stehen vor allem ChamSys, Avolites und grandMA3. Einen Vergleich der Alternativen finden Sie in unseren Artikeln zu ChamSys MagicQ und Avolites, den Gesamtmarkt im Ratgeber Lichtpult kaufen.

    Fazit

    Hog lebt unter dem Dach von ETC weiter – mit einer neuen Pultgeneration, Hog OS und 64 Universen in allen drei Konsolen. Wer heute neu kauft, wählt zwischen Tour Hog, Stage Hog und Flex Hog oder startet günstig mit Hog PC und einem Wing. Die Hog-4-Pulte bleiben ein Thema für den Gebrauchtmarkt: nutzbar, aber ohne Zukunft im aktuellen Katalog.

    Häufige Fragen

    Werden Hog-4-Pulte noch hergestellt?

    Nein. Die gesamte Hog-4-Familie, darunter Hog 4-18, Full Boar 4, Road Hog 4 und HedgeHog 4, ist Legacy. Aktuell sind Tour Hog, Stage Hog und Flex Hog.

    Wie viele Universen haben die aktuellen Hog-Pulte?

    Tour Hog, Stage Hog und Flex Hog verarbeiten jeweils 64 Universen über DMX, sACN und Art-Net. Gig Hog und Tour Wing schalten an Hog PC 12 Universen frei, an einer HPU/HPU+ 64.

    Ist Hog PC kostenlos?

    Ja, Hog PC ist ein kostenloser Download von ETC. Mit Gig Hog, Tour Wing oder einem ETCnomad-Schlüssel wird es für den Live-Einsatz freigeschaltet.

    Wer stellt Hog-Pulte her?

    ETC. Das Unternehmen kaufte High End Systems im April 2017 von Barco, das die Firma seit 2008 besessen hatte.

    Quellen — ETC – Hog Tech Specs, ETC – Hog-Familie, ETC – ETCnomad, Wikipedia: High End Systems.

  • Lichtpult-Software kostenlos: MagicQ, onPC, ONYX, Hog PC, Eos

    Lichtpult-Software kostenlos: MagicQ, onPC, ONYX, Hog PC, Eos

    Alle großen Pulthersteller bieten ihre Software inzwischen kostenlos zum Download an. Der Haken liegt im Detail: Manche Programme geben ohne Hardware überhaupt kein DMX aus, andere sind nur auf ein Universum beschränkt, wieder andere liefern gleich 64 Universen. Dieser Vergleich zeigt, was die fünf wichtigsten kostenlosen Lichtpult-Programme tatsächlich können – auf Basis der Herstellerangaben.

    MA Lighting grandMA3 onPC command wing
    Foto: MA Lighting

    Wofür kostenlose Pultsoftware taugt

    Grundsätzlich gibt es drei Einsatzzwecke:

    • Lernen: Die Bedienung eines Pultsystems kennenlernen, ohne Hardware zu kaufen.
    • Offline-Programmierung: Shows vorbereiten und später auf das echte Pult übertragen.
    • Live-Betrieb: Eine Anlage direkt vom Rechner aus steuern – hier trennen sich die Angebote deutlich.

    Für den dritten Punkt ist entscheidend, ob und wie viele Universen die Software ohne Zusatzhardware ausgibt. Allgemeines zu PC-basierten Lösungen finden Sie im Ratgeber DMX Controller Software für Profis.

    ChamSys MagicQ PC

    MagicQ PC/Mac ist das großzügigste Angebot im Feld. Auch ohne ChamSys-Hardware läuft die Software im Demo-Modus mit vollem Programmier- und Playback-Umfang und gibt bis zu 64 Universen über Art-Net und sACN aus. Nur einige Remote- und Automationsfunktionen sind ohne Hardware gesperrt.

    Für kleine und mittlere Installationen reicht damit ein Rechner mit einem Art-Net- oder sACN-Node. Shows lassen sich später auf jedes MagicQ-Pult übertragen. Die Pultfamilie stellen wir im Überblick ChamSys-MagicQ-Lichtpulte vor.

    grandMA3 onPC

    Die grandMA3-onPC-Software ist kostenlos und läuft unter Windows und macOS. Sie bietet die volle Programmierumgebung von grandMA3 und ist damit ideal, um das System zu lernen und Shows vorzubereiten. DMX gibt sie allerdings nur aus, wenn grandMA3-onPC-Hardware angeschlossen ist.

    Der günstigste Weg zur Ausgabe ist ein DMX-Key: Der DMX-Key (USB-C, 2 DMX-Ausgänge) schaltet 4 096 Parameter frei, der DMX-Key starter 1 024 Parameter. Alle onPC-Nodes ermöglichen ebenfalls 4 096 Parameter und sprechen MA-Net3, MA-Net2, sACN und Art-Net. Details lesen Sie im Artikel grandMA3 onPC und Software.

    Obsidian ONYX

    ONYX von Obsidian (einer Marke von Elation) läuft unter Windows 10 und 11 (64 Bit). Die kostenlose Lizenz schaltet Universum 1 über Art-Net und sACN frei – ausreichend für kleine Anlagen oder zum Lernen. Mehr Universen gibt es über die kostenpflichtigen Lizenzstufen Essential, Premier und Elite, insgesamt bis zu 128 Universen. Die zugehörigen Pulte beschreiben wir im Artikel Obsidian NX1-16 und Onyx.

    Hog PC

    Hog PC ist ebenfalls ein kostenloser Download von ETC. Für den Live-Betrieb wird es mit Hardware kombiniert: Gig Hog und Tour Wing schalten an Hog PC jeweils 12 Universen frei. Auch der kostenpflichtige ETCnomad-Schlüssel schaltet Hog PC frei. Die aktuelle Hog-Familie finden Sie im Überblick Hog-Lichtpulte heute.

    ETC Eos offline und ETCnomad

    Die Eos-Software ist für die Offline-Programmierung kostenlos. Damit können Sie Shows für jedes Eos-Pult vorbereiten, Patches anlegen und Cue-Listen schreiben. Für die Ausgabe benötigen Sie einen ETCnomad-Schlüssel – einen kostenpflichtigen USB-Schlüssel mit 1K oder 6K Ausgängen, der das Signal über ein Gadget II oder ein Gateway ausgibt. Mehr zur Eos-Familie lesen Sie unter ETC Eos: Lichtpulte fürs Theater.

    Vergleichstabelle

    Software Betriebssysteme Ausgabe ohne Hardware Erweiterung
    ChamSys MagicQ PC PC/Mac bis 64 Universen (Art-Net/sACN) ChamSys-Hardware für gesperrte Remote-/Automationsfunktionen
    grandMA3 onPC Windows, macOS keine DMX-Ausgabe DMX-Key (4 096 Parameter), DMX-Key starter (1 024), onPC-Nodes, Command Wing
    Obsidian ONYX Windows 10/11 (64 Bit) Universum 1 (Art-Net/sACN) Lizenzen Essential/Premier/Elite, bis 128 Universen
    Hog PC – – (Freischaltung laut ETC über Gig Hog/Tour Wing) Gig Hog, Tour Wing (je 12 Universen), ETCnomad-Schlüssel
    ETC Eos (offline) – nur Offline-Programmierung ETCnomad-Schlüssel 1K oder 6K Ausgänge

    Ein Strich bedeutet, dass wir die Angabe nicht aus einer Herstellerquelle belegen konnten; prüfen Sie die aktuellen Systemanforderungen auf der Downloadseite.

    Welche Software für welchen Zweck?

    Sie wollen sofort live steuern, ohne Geld auszugeben

    Hier führt kaum ein Weg an MagicQ PC vorbei: 64 Universen ohne Zusatzhardware bietet in diesem Vergleich kein anderes Programm. ONYX ist eine Alternative, wenn ein Universum genügt – etwa für eine kleine Bühne mit wenigen LED-Scheinwerfern.

    Sie bereiten sich auf ein bestimmtes Pult vor

    Dann nehmen Sie die Software des Pults, das Sie später bedienen: grandMA3 onPC für MA-Pulte, Eos offline für Theater mit ETC, Hog PC für Hog-Pulte. Die Showfiles lassen sich jeweils auf das echte Pult übertragen, und Sie kommen vorbereitet in die Einrichtung.

    Sie planen einen Rechner als Dauerlösung

    Für feste Installationen lohnt sich ein Blick auf die Hardware-Erweiterungen: ein grandMA3 DMX-Key, ein ETCnomad-Schlüssel, eine Onyx-Lizenz oder ein Hog-Wing. So erhalten Sie die Arbeitsweise des jeweiligen Systems ohne ein komplettes Pult; Preise erfragen Sie beim Fachhandel.

    Worauf Sie achten sollten

    • Rechnerleistung: Prüfen Sie die Systemanforderungen der Hersteller; ONYX nennt etwa Intel-Core-Prozessoren ab der 8. Generation oder vergleichbare AMD-Modelle.
    • Netzwerk: Für Art-Net oder sACN brauchen Sie einen Node, der das Signal in DMX wandelt.
    • Bedienung: Maus und Tastatur sind für die Programmierung in Ordnung, für Live-Busking fehlen Fader – hier lohnt sich eine Wing.
    • Versionen abgleichen: Offline-Software und Pult sollten mit derselben oder einer kompatiblen Softwareversion laufen, damit Showfiles ohne Probleme laden.
    • Backups: Speichern Sie Showfiles regelmäßig auf einem externen Datenträger – ein Rechner fällt im Zweifel schneller aus als ein Pult.

    Fazit

    »Kostenlos« heißt nicht bei allen Herstellern dasselbe. Unter den hier verglichenen Programmen ist MagicQ PC das einzige, dessen Hersteller ohne Zusatzhardware ausdrücklich mehrere Universen freigibt. ONYX bietet ein Gratis-Universum, grandMA3 onPC braucht für die DMX-Ausgabe MA-Hardware, Eos einen ETCnomad-Schlüssel, und Hog PC wird über Gig Hog, Tour Wing oder ETCnomad freigeschaltet. Zum Lernen und Vorprogrammieren sind alle fünf hervorragend – installieren Sie am besten zwei oder drei davon und entscheiden Sie nach der Arbeitsweise, die Ihnen am meisten liegt.

    Häufige Fragen

    Welche kostenlose Lichtpult-Software gibt am meisten DMX aus?

    ChamSys MagicQ PC/Mac gibt ohne Hardware bis zu 64 Universen über Art-Net und sACN aus. Unter den verglichenen Programmen bietet das kein anderes.

    Gibt grandMA3 onPC ohne Hardware DMX aus?

    Nein. Die kostenlose Software gibt DMX nur mit angeschlossener grandMA3-onPC-Hardware aus, etwa einem DMX-Key mit 4 096 Parametern oder einem DMX-Key starter mit 1 024 Parametern.

    Was kann die kostenlose ONYX-Lizenz?

    Die freie ONYX-Lizenz schaltet Universum 1 über Art-Net und sACN frei. Die Lizenzen Essential, Premier und Elite erweitern auf bis zu 128 Universen.

    Ist ETCnomad kostenlos?

    Die Eos-Software ist für die Offline-Programmierung kostenlos. Für die Ausgabe brauchen Sie den kostenpflichtigen ETCnomad-Schlüssel mit 1K oder 6K Ausgängen.

    Quellen — MagicQ-Handbuch: MagicQ PC, MA Lighting – grandMA3 Software, Obsidian Control – ONYX, ETC – Hog Tech Specs, ETC – ETCnomad.

  • ChamSys MagicQ Lichtpult: alle Modelle im Überblick

    ChamSys MagicQ Lichtpult: alle Modelle im Überblick

    ChamSys hat sich mit einem ungewöhnlichen Ansatz einen festen Platz in der Lichtbranche erarbeitet: Die Software MagicQ läuft auf jedem Pult der Marke identisch, und die PC-/Mac-Version ist kostenlos. Wer eine Show zu Hause auf dem Laptop programmiert, kann sie später auf einer MQ50 ebenso abspielen wie auf einer MQ500M+ Stadium. Dieser Überblick ordnet die aktuelle Pultfamilie ein – als Analyse auf Basis von Herstellerangaben und Anwenderfeedback, nicht als Praxisbericht.

    ChamSys MagicQ MQ250M Stadium
    Foto: ChamSys

    ChamSys im Kurzporträt

    ChamSys gehört seit dem 20. März 2017 zu Chauvet. An der Produktphilosophie hat sich dadurch wenig geändert: ein Betriebssystem (MagicQ) für alle Pulte, Showfiles, die zwischen den Modellen wandern, und eine große kostenlose Softwarebasis. Für Sie als Käufer heißt das: Die Einarbeitung ist nicht an ein bestimmtes Pult gebunden, und ein Upgrade auf ein größeres Modell bedeutet keinen Neustart bei der Bedienung.

    Die aktuelle Konsolenpalette umfasst laut Hersteller die MQ500M+ Stadium, den MQ500M Stadium Wing, die MQ250M Stadium, die MQ70 und die MQ50 sowie die QuickQ-Serie mit Rack- und DIN-Varianten. Die MQ80 und die ursprüngliche MQ500M werden als Legacy geführt.

    Die MagicQ-Pulte im Detail

    MagicQ MQ50 – der kompakte Einstieg in MagicQ

    Die MQ50 ist das kleinste vollwertige MagicQ-Pult. Sie bietet 8 Universen direkt am Pult, 10 Playbacks (nicht motorisiert), einen 10,1-Zoll-Touchscreen und 4 DMX-Ausgänge. Damit eignet sie sich für Clubs, kleinere Veranstaltungen und als Zweitpult im Verleih. Thomann listet sie für ca. 5 555 € (Thomann, 09/2026).

    MagicQ MQ70 – mehr Universen im gleichen Format

    Die MQ70 bleibt kompakt – 10 Playbacks, ein 10,1-Zoll-Bildschirm, 4 DMX-Ports, 7 kg –, verarbeitet aber 24 Universen direkt, erweiterbar auf 48. Integriertes Wi-Fi erlaubt die Verbindung mit MagicQ Remote, etwa für Fokusarbeiten auf der Bühne. Der Preis liegt bei ca. 8 999 € (Thomann, 09/2026). Für mittlere Produktionen mit vielen LED-Geräten ist sie oft das sinnvollere Pult als die MQ50, weil die Universenreserve deutlich größer ist.

    MagicQ MQ250M Stadium – das Tourpult der Mittelklasse

    Die MQ250M gehört zur Stadium-Linie (ein Modell »MQ250M Compact« gibt es nicht). Sie bietet 64 Universen direkt, optional 128, 10 motorisierte Fader, einen 15-Zoll-Hauptbildschirm plus 5-Zoll-Zusatzdisplay, Art-Net, sACN und Pathport sowie einen integrierten Mediaserver. Bei 13 kg ist sie noch gut transportabel. Thomann nennt ca. 19 379 € (Thomann, 09/2026).

    MagicQ MQ500M+ Stadium – das Flaggschiff

    Die MQ500M+ Stadium ersetzt die MQ500M Stadium (256 Universen, heute Legacy). Das neue Flaggschiff verarbeitet 400 Universen direkt, hat 15 motorisierte Fader, zwei 15-Zoll-Touchscreens und einen integrierten 4-Port-Switch. Preislich liegt sie bei ca. 35 099 € (Thomann, 09/2026). Eine gebrauchte MQ500M kann weiterhin ihren Dienst tun, als Neuanschaffung ist jedoch die Plus-Version die richtige Wahl.

    Vergleichstabelle der aktuellen MagicQ-Pulte

    Modell Universen direkt Fader Bildschirm Preis (Thomann, 09/2026)
    MQ50 8 10 Playbacks, nicht motorisiert 10,1 Zoll ca. 5 555 €
    MQ70 24 (bis 48) 10 Playbacks 10,1 Zoll ca. 8 999 €
    MQ250M Stadium 64 (bis 128) 10 motorisiert 15 + 5 Zoll ca. 19 379 €
    MQ500M+ Stadium 400 15 motorisiert 2 × 15 Zoll ca. 35 099 €

    QuickQ: die vereinfachte ChamSys-Linie

    Unterhalb der MagicQ-Pulte positioniert ChamSys die QuickQ-Serie. Sie richtet sich an Anwender, die ohne lange Einarbeitung schnell zu Ergebnissen kommen wollen – Schulen, Gemeindesäle, Kirchen, kleine Bühnen. Die Oberfläche arbeitet mit Icons und Gesten, ähnlich einem Smartphone.

    Aktuell verkauft ChamSys die Serie als QuickQ 10+, 20+ und 30+ sowie als Studio+ und Rack+. Die QuickQ 30+ bietet 6 Universen und einen 11,6-Zoll-Bildschirm. Die bisherigen Modelle ohne Plus – etwa die QuickQ 30 mit 4 Universen und 9,7-Zoll-Display – sind Auslaufmodelle und vor allem auf dem Gebrauchtmarkt interessant.

    Praktisch: QuickQ-Shows lassen sich in MagicQ laden. Wer später auf eine MQ50 oder MQ70 wechselt, verliert seine Programmierung also nicht. Einen Vergleich mit der ähnlich positionierten Obsidian NX1-16 finden Sie in unserem Artikel zu Obsidian NX1-16 und Onyx.

    MagicQ PC: kostenlos und erstaunlich vollständig

    Die größte Stärke des Systems ist die Software. MagicQ PC/Mac läuft auch ohne ChamSys-Hardware im Demo-Modus mit vollem Programmier- und Playback-Umfang und gibt bis zu 64 Universen über Art-Net und sACN aus – ohne Lizenzgebühr. Lediglich einige Remote- und Automationsfunktionen sind ohne Hardware gesperrt.

    Damit können Sie:

    • Shows offline vorbereiten und auf jedes MagicQ-Pult übertragen,
    • kleinere Installationen direkt über einen Netzwerk-Node betreiben,
    • die Bedienung lernen, bevor Sie in Hardware investieren.

    Wie sich MagicQ PC gegen grandMA3 onPC, Onyx, Hog PC und die Eos-Offline-Software schlägt, zeigt unser Vergleich kostenlose Lichtpult-Software. Grundsätzliches zu PC-basierten Lösungen lesen Sie im Ratgeber DMX Controller Software.

    Für wen eignet sich welches ChamSys-Pult?

    • QuickQ 10+/20+/30+: einfache Anlagen, wechselnde Bediener, wenig Programmierzeit.
    • MQ50: Einstieg in die volle MagicQ-Welt, Clubs, Verleih-Grundausstattung.
    • MQ70: mittlere Produktionen mit vielen Pixel- oder LED-Geräten.
    • MQ250M Stadium: Touring und größere Events, bei denen motorisierte Fader und Mediaserver-Integration gefragt sind.
    • MQ500M+ Stadium: Großproduktionen mit sehr hoher Universenzahl.

    Im direkten Wettbewerb stehen vor allem grandMA3 und Avolites. Einen Überblick über die MA-Familie finden Sie unter grandMA3: alle Modelle, die britische Konkurrenz im Artikel Avolites-Lichtpulte. Die allgemeine Marktübersicht bietet unser Ratgeber Lichtpult kaufen.

    Neu oder gebraucht?

    Auf dem Gebrauchtmarkt tauchen regelmäßig ältere ChamSys-Pulte auf, etwa die MQ80, die ursprüngliche MQ500M oder QuickQ-Modelle ohne Plus. Sie laufen weiterhin mit MagicQ bzw. QuickQ und können für knappe Budgets eine Option sein. Prüfen Sie vor dem Kauf den Zustand von Fadern, Encodern und Touchscreen, fragen Sie nach der Softwareversion und klären Sie mit dem Händler, welche Unterstützung für Legacy-Modelle noch verfügbar ist. Für Neuanschaffungen empfehlen wir die aktuellen Modelle der Liste oben.

    Le Faisceau Bewertung — ChamSys MagicQ

    Bewertet nach unserer Le-Faisceau-Methode (Kapazität 25 % · Programmierung und Workflow 30 % · Ökosystem und Netzwerk 15 % · Preis-Leistung 20 % · Zuverlässigkeit und Support 10 %). Technische Daten und Preise stammen von den Herstellerseiten und dem Fachhandel.

    Pult Kapazität Workflow Ökosyst. P/L Zuverl. Gesamt /5
    MagicQ MQ70 💰 Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis 4.2 4.4 4.6 4.3 4.4 4.4 ★★★★½
    MagicQ MQ250M 4.4 4.5 4.6 4.1 4.5 4.4 ★★★★½
    MagicQ MQ50 3.8 4.3 4.6 4.2 4.4 4.2 ★★★★☆

    💰 Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis : MagicQ MQ70 — beste Preis-Leistungs-Achse (4.3/5).

    Fazit

    ChamSys bietet eine durchgängige Familie mit einem gemeinsamen Betriebssystem, klar abgestuften Universenzahlen und einer kostenlosen Software, die weit mehr ist als eine Demo. Für Einsteiger ist die QuickQ+-Serie der unkomplizierteste Weg, für Profis ist die MQ70 das vielseitigste Kompaktpult, und die MQ250M Stadium deckt die meisten Tourneeanforderungen ab. Die MQ500M+ Stadium bleibt großen Produktionen vorbehalten. Wer unsicher ist, sollte zuerst MagicQ PC installieren – danach wissen Sie, ob Ihnen die Arbeitsweise liegt.

    Häufige Fragen

    Ist MagicQ PC wirklich kostenlos?

    Ja. MagicQ PC/Mac läuft ohne ChamSys-Hardware im Demo-Modus mit vollem Programmier- und Playback-Umfang und gibt bis zu 64 Universen über Art-Net und sACN aus. Nur einige Remote- und Automationsfunktionen sind ohne Hardware gesperrt.

    Welches ChamSys-Pult ist das aktuelle Flaggschiff?

    Die MQ500M+ Stadium mit 400 Universen direkt, 15 motorisierten Fadern und zwei 15-Zoll-Touchscreens. Sie ersetzt die MQ500M Stadium, die heute als Legacy geführt wird.

    Kann ich QuickQ-Shows später auf einem MagicQ-Pult nutzen?

    Ja, QuickQ-Shows lassen sich in MagicQ laden. Ein Umstieg auf eine MQ50 oder MQ70 bedeutet daher keinen Neuanfang bei der Programmierung.

    Wem gehört ChamSys?

    ChamSys gehört seit dem 20. März 2017 zu Chauvet. Die Marke und das Betriebssystem MagicQ werden eigenständig weitergeführt.

    Quellen — ChamSys – aktuelle Konsolen, ChamSys MQ250M Stadium Console, ChamSys MQ500M+ Stadium Console, ChamSys MQ70 Compact Console, MagicQ-Handbuch: MagicQ PC.

  • Unverzichtbares Zubehör für Ihr Lichtpult

    Unverzichtbares Zubehör für Ihr Lichtpult

    Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen.

    Über das Pult hinaus machen ein paar Zubehörteile Ihr DMX-Rig zuverlässiger und ersparen Ihnen viel Ärger im Einsatz. Hier das Wesentliche.

    1. Ein DMX-Terminator

    Am Ende der Kette absorbiert dieser Stecker (120-Ω-Widerstand) das Signal und verhindert Reflexionen, die Flackern und erratisches Verhalten verursachen. Der erste Reflex, wenn es „grundlos zickt“. DMX-Terminatoren ansehen.

    2. Ein DMX-Splitter / Booster

    Um ein Universum auf mehrere Linien zu verteilen, die Zweige galvanisch zu trennen und das Signal über lange Strecken oder große Rigs zu regenerieren. DMX-Splitter ansehen.

    3. Eine USB-Schwanenhalslampe

    Um Pult und Beschriftungen im Dunkeln des Regieplatzes zu lesen, ohne den Saal zu erhellen. USB-Schwanenhalslampen ansehen.

    4. Eine Schutzhülle

    Um das Pult zwischen zwei Einsätzen vor Staub zu schützen, ergänzend zum Flightcase. Schutzhüllen ansehen.

    5. Ersatz-DMX-Kabel

    Ein Kabel, das mitten in der Show ausfällt, blockiert schnell alles: Halten Sie immer ein paar Längen in Reserve. DMX-Kabel ansehen.

    Und dann?

    Zuerst Terminator und Ersatzkabel (Signalsicherheit), dann Splitter und Schutz je nach Größe Ihres Rigs.

    Warum das richtige Zubehör Ausfälle verhindert

    Die spektakulären Pannen im Licht entstehen selten am Pult selbst, sondern an der Peripherie: ein fehlender Abschluss, ein defektes Kabel, eine überlange Strecke ohne Regeneration. Genau hier setzt gutes Zubehör an — es ist die günstige Versicherung gegen teure Ausfälle mitten in der Show. Wer sein Rig um die richtigen Kleinteile ergänzt, spart sich die nervenaufreibende Fehlersuche vor Publikum. Die folgenden Bausteine gehören in jedes ernsthafte DMX-Setup.

    Signalsicherheit: Terminator, Kabel, Splitter

    An erster Stelle steht die Signalintegrität. Ein Terminator am Kettenende verhindert Reflexionen, ordentliche DMX-Kabel in Reserve überbrücken einen Ausfall in Sekunden, und ein Splitter/Booster verteilt ein Universum sauber auf mehrere Linien, trennt die Zweige galvanisch und frischt das Signal über lange Wege auf. Diese drei Teile lösen die mit Abstand häufigsten DMX-Probleme — und sie kosten zusammen weniger als eine einzige verpatzte Show.

    Bedienung und Schutz am Regieplatz

    Im dunklen Regieplatz ist eine USB-Schwanenhalslampe Gold wert: Sie beleuchtet Pult und Beschriftungen, ohne den Saal aufzuhellen. Zwischen den Einsätzen schützt eine Staubschutzhülle die Oberfläche — ergänzend zum Flightcase für den Transport. Wer drahtlos arbeitet, denkt zusätzlich an geladene Akkus und Ersatz-Empfänger für seine Funk-DMX-Strecken.

    Adapter, Tester und Beschriftung

    Über die großen Bausteine hinaus sind es oft Kleinteile, die den Aufbau retten. Ein Satz 3↔5-polige Adapter überbrückt inkompatible Stecker, ein einfacher DMX-Kabeltester findet den Wackelkontakt in Sekunden statt in einer nervösen Fehlersuche, und ein wenig Beschriftungsmaterial (Kabelmarker, Gaffa, Stift) sorgt dafür, dass jede Leitung ihren Platz kennt. Diese Teile kosten wenig Platz im Case und ersparen im Ernstfall viel Ärger.

    Ein durchdachtes Ersatzteil-Kit

    Profis reisen mit einem kleinen Notfall-Kit: ein paar Ersatz-DMX-Kabel in verschiedenen Längen, ein zweiter Terminator, Ersatzsicherungen, ein Adapter-Set und — bei drahtlosem Betrieb — geladene Akkus und ein Reserve-Empfänger für die Funk-DMX-Strecke. Der Gedanke dahinter ist simpel: Das billigste Teil kann die ganze Show blockieren, also hält man von genau diesen Teilen etwas in Reserve. Ein solches Kit gehört zusammen mit dem Flightcase zur Grundausstattung jedes ernsthaften Rigs.

    Pflege und Aufbewahrung

    Zubehör hilft nur, wenn es im entscheidenden Moment griffbereit und funktionsfähig ist. Bewahren Sie Terminatoren, Adapter und Ersatzteile an einem festen Platz im Case auf — ein kleiner beschrifteter Beutel oder ein Fach für „DMX-Kleinteile“ erspart die Sucherei im Dunkeln. Rollen Sie DMX-Kabel sauber auf und prüfen Sie sie regelmäßig auf Wackelkontakte, bevor sie im Einsatz versagen. Halten Sie Akkus für Funk-Empfänger und Schwanenhalslampen geladen. Diese kleine Routine kostet wenige Minuten und macht den Unterschied zwischen einem Rig, das läuft, und einer hektischen Fehlersuche kurz vor Showbeginn.

    Häufige Fragen

    Was sollte ich zuerst anschaffen?

    Terminator und ein paar Ersatzkabel — sie sichern das Signal und kosten wenig. Splitter und Schutzhülle kommen dann je nach Größe Ihres Rigs dazu.

    Brauche ich für ein kleines Setup wirklich einen Splitter?

    Bei wenigen Geräten auf einer kurzen Linie nicht zwingend. Sinnvoll wird der Splitter, sobald Sie mehrere Linien versorgen oder lange Strecken über große Bühnen überbrücken.

    Bildnachweis: LittLite

  • Flightcase fürs Lichtpult: so wählen Sie richtig

    Flightcase fürs Lichtpult: so wählen Sie richtig

    Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen.

    Ein Lichtpult ist eine empfindliche Investition, die reist: Zwischen den Gigs ist ein Flightcase kein Luxus, sondern eine Versicherung. So wählen Sie richtig.

    Warum ein Flightcase?

    Fader, Encoder und Displays vertragen weder Stöße noch Staub. Ein robustes Flightcase schützt das Pult bei Transport und Lagerung — dort, wo eine einfache Hülle beim Touren nicht mehr ausreicht. Flightcases auf Amazon ansehen.

    Maßgeschneiderter Schaumstoff oder universell

    • Maß-Case: Schaumstoff auf das Pultmodell zugeschnitten, perfekter Halt — ideal, wenn Ihr Modell gelistet ist.
    • Universal-Case mit Würfelschaum (pick & pluck): Würfel herausnehmen, passt an jede Form. Vielseitig und günstiger.

    Die Details zählen

    Für große Pulte machen Rollen und verstärkte Griffe den Unterschied. Achten Sie auf Schmetterlingsverschlüsse, Metallecken und bei Bedarf einen Frontdeckel, der den Zugriff auf die Fader freigibt, ohne alles auszupacken.

    Rack-Format für kleine Oberflächen

    Kompakte Controller oder Nodes passen in ein kleines Rack oder einen Hartschalenkoffer im Laptop-Format. Flightcases auf Amazon vergleichen.

    Warum das Pult die beste Investition in ein Case ist

    Ein Lichtpult gehört zu den empfindlichsten und teuersten Teilen eines Rigs — und es reist ständig. Fader, Encoder, Touchscreens und Anschlüsse vertragen weder Stöße noch Staub noch Feuchtigkeit. Zwischen den Gigs, im Lkw und im Lager ist ein Flightcase deshalb keine Spielerei, sondern eine Versicherung: Es schützt vor Transportschäden, hält Staub aus den Fadern und macht das Pult überhaupt erst sicher stapel- und rollbar. Gerade auf Tournee, wo jeden Tag auf- und abgebaut wird, zahlt sich ein gutes Case schnell aus.

    Maß-Case oder Universal — die richtige Wahl

    Zwei Wege führen zum passenden Schutz. Ein maßgefertigtes Case mit modellgenau zugeschnittenem Schaumstoff hält das Pult perfekt und schützt am besten — ideal, wenn Ihr Modell (etwa eine grandMA3 compact oder light) als Standard gelistet ist. Ein Universal-Case mit Würfelschaum (pick & pluck) passt sich dagegen jeder Form an: Sie brechen die Schaumwürfel entlang der Kontur heraus. Das ist flexibler und günstiger, hält aber nicht ganz so passgenau wie eine Maßanfertigung.

    Worauf es bei der Ausstattung ankommt

    Für große Pulte machen Rollen und verstärkte Griffe den entscheidenden Unterschied — ein voll ausgebautes Pult trägt sich sonst kaum. Achten Sie auf stabile Schmetterlingsverschlüsse, Metallecken zum Schutz der Kanten und, falls Sie am Case arbeiten wollen, einen abnehmbaren Frontdeckel, der die Fader freigibt, ohne dass Sie alles auspacken. Kompakte Controller, Command Wings oder Nodes passen gut in ein kleines Rack oder einen Hartschalenkoffer im Laptop-Format.

    Case-Bauarten im Überblick

    Nicht jedes „Case“ ist gleich. Für Pulte gängig sind das Hard-Case mit Schaumstoff (maßgefertigt oder mit Würfelschaum), das Doghouse-Case mit aufklappbarem Deckel, unter dem Sie direkt am Pult arbeiten, sowie das Rack- oder Laptop-Case für kompakte Controller, Wings und Nodes. Welche Bauart passt, hängt davon ab, ob Sie das Pult nur transportieren oder auch aus dem Case heraus bedienen wollen. Für ein großes Lichtpult ist ein Doghouse mit Rollen oft die praktischste Wahl.

    Gewicht, Transport und Wert

    Ein robustes Case schützt hervorragend, bringt aber Gewicht mit — kalkulieren Sie das für Transport und Aufbau ein. Rollen, gute Griffe und ein durchdachter Schwerpunkt entscheiden darüber, ob eine Person das Case allein bewegen kann. Denken Sie auch an den Wert: Ein gut geschütztes Pult behält seinen Zustand und damit seinen Wiederverkaufswert, und für Versicherungen ist fachgerechter Transport im Case oft eine Voraussetzung. So amortisiert sich ein gutes Case über die Jahre gleich doppelt.

    Häufige Fragen

    Reicht eine gepolsterte Tasche statt eines Flightcase?

    Für gelegentlichen Transport im eigenen Auto eventuell — für echten Tourbetrieb nicht. Sobald das Pult gestapelt, gerollt und verladen wird, führt an einem stabilen Case kein Weg vorbei.

    Wie viel Platz sollte ich einplanen?

    Genug für das Pult samt Kabeln, Netzteil und kleinem Zubehör. Ein Case, in dem alles Nötige zusammenbleibt, spart beim Aufbau spürbar Zeit.

    Bildnachweis: VCCmatt, CC0, via Wikimedia Commons

  • Welche DMX-Kabel wählen? Der Ratgeber

    Welche DMX-Kabel wählen? Der Ratgeber

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    Das DMX-Kabel verbindet Ihr Lichtpult mit den Scheinwerfern: Es überträgt die Lichtbefehle. Ein schlechtes Kabel bedeutet Flackern und aussetzende Adressen. So wählen Sie richtig.

    Ein DMX-Kabel ist kein Mikrofonkabel

    DMX512 ist ein digitales Protokoll. Es braucht ein echtes DMX-Kabel (Wellenwiderstand ca. 110–120 Ω), kein Mikrofon-/Audio-XLR-Kabel: Die Impedanzfehlanpassung führt zu Übertragungsfehlern, besonders bei langen Strecken und vielen Geräten. DMX-Kabel auf Amazon ansehen.

    3- oder 5-polig?

    Der offizielle Standard ist 5-polig, aber viel Equipment nutzt 3-polig. Prüfen Sie die Stecker an Scheinwerfern und Pult; 3↔5-polige Adapter gibt es.

    Qualität und Länge

    Setzen Sie auf zuverlässige Stecker (Neutrik) und gute Schirmung. Wählen Sie die Längen so knapp wie möglich und verketten Sie die Scheinwerfer (Daisy Chain), statt viele lange Strecken zu legen.

    Den Abschluss nicht vergessen

    Am Ende der DMX-Kette verhindert ein Terminator (120-Ω-Stecker) Signalreflexionen, die zufällige Fehler verursachen — ein Klassiker unter den Lichtpannen. DMX-Kabel auf Amazon vergleichen.

    DMX-Kabel und Audiokabel: der Impedanz-Unterschied im Detail

    Optisch sind sich XLR-Mikrofonkabel und DMX-Kabel ähnlich — der Unterschied steckt im Inneren. Audiokabel sind für analoge Signale ausgelegt und haben meist keinen definierten, deutlich niedrigeren Wellenwiderstand; DMX512 hingegen ist ein digitales Signal, für das der Standard ein Kabel mit nominal 120 Ω Wellenwiderstand vorsieht (in der Praxis sind 110–120-Ω-Kabel üblich). Nutzen Sie ein Mikrofonkabel, funktioniert eine kurze Strecke im Wohnzimmer vielleicht noch — doch bei langen Leitungen, vielen Geräten und schnellen Datenraten führt die Impedanzfehlanpassung zu Signalreflexionen, sporadischen Fehlern und flackernden Scheinwerfern. Diese Fehler sind tückisch, weil sie unregelmäßig auftreten und schwer zu finden sind. Wer von Anfang an echtes DMX-Kabel verwendet, erspart sich diese Fehlersuche.

    Verlegen wie ein Profi

    Ein sauberer Kabelweg entscheidet über die Zuverlässigkeit der ganzen Show. Bewährt hat sich die Daisy-Chain: vom Pult zum ersten Scheinwerfer, von dort zum nächsten und so weiter — statt viele lange Einzelstrecken parallel zu ziehen. Halten Sie die Längen so knapp wie möglich, führen Sie DMX-Leitungen nicht dicht parallel zu Stromkabeln, und beschriften Sie die Enden. Für größere Rigs verteilt ein DMX-Splitter ein Universum sauber auf mehrere getrennte Linien und regeneriert das Signal über lange Wege.

    Der Terminator: der am häufigsten vergessene Baustein

    Am Ende jeder DMX-Kette gehört ein Terminator (ein 120-Ω-Abschlussstecker). Er absorbiert das Signal am Leitungsende und verhindert Reflexionen, die zurück in die Leitung laufen und zufällige Fehler auslösen. Fehlt der Abschluss, „zickt“ ein Rig scheinbar grundlos — mal läuft es, mal flackert es. Der Terminator kostet wenig und ist eine der wirkungsvollsten Maßnahmen für ein stabiles Bild. Bei sehr großen Anlagen ergänzt ein aktiver Splitter/Booster den Abschluss.

    3-polig, 5-polig und Adapter in der Praxis

    Der offizielle DMX-Standard schreibt 5-polige XLR-Stecker vor, doch ein Großteil des Equipments — gerade im Einsteiger- und Mittelklassebereich — nutzt aus Kostengründen 3-polige Stecker. In der Praxis mischen sich beide Welten, weshalb ein kleiner Vorrat an 3↔5-poligen Adaptern ins Case gehört. Wichtig: Ein Adapter verbindet nur die Signaladern; verlassen Sie sich nicht darauf, dass die zusätzlichen Pins des 5-poligen Standards belegt sind. Prüfen Sie vor dem Kauf, welche Stecker Ihr Pult und Ihre Scheinwerfer tragen.

    Kabellängen, Grenzen und Signalauffrischung

    DMX512 verträgt lange Strecken, aber nicht unbegrenzt: Als Faustwert gilt eine Gesamtlänge im Bereich von einigen hundert Metern und grob bis zu 32 Geräte (Unit Loads) pro Linie; die Spezifikation nennt maximal rund 400 m, bevor das Signal aufgefrischt werden muss. Über einen Splitter/Booster verteilen und regenerieren Sie das Signal für größere Rigs. Und egal wie lang die Kette ist — der Terminator am Ende bleibt Pflicht. Für sehr große, netzwerkbasierte Rigs übernimmt ohnehin Art-Net/sACN die langen Wege bis kurz vor die Scheinwerfer.

    Häufige Fragen

    Kann ich im Notfall ein Mikrofonkabel für DMX nutzen?

    Für eine sehr kurze Strecke mit wenigen Geräten geht es manchmal gut — verlässlich ist es nicht. Halten Sie stattdessen lieber ein paar Ersatz-DMX-Kabel in Reserve.

    Woran erkenne ich ein gutes DMX-Kabel?

    An einem Wellenwiderstand von ca. 110–120 Ω, solider Schirmung und zuverlässigen Steckern (etwa Neutrik). Achten Sie außerdem auf robuste Zugentlastung — sie entscheidet über die Lebensdauer im Tourbetrieb.

    Bildnachweis: SparkFun Electronics, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

    Lesen Sie auch : Bühnenbeleuchtung: Technik, Pulte und Auswahl

  • ETC Eos: Lichtpulte fürs Theater

    ETC Eos: Lichtpulte fürs Theater

    ETC Eos ist der Theaterstandard aus den USA — cue-basierte Lichtpulte, die eine Show einmal programmieren und jeden Abend identisch abspielen. Im deutschsprachigen Raum ist ETC weniger verbreitet als grandMA, im Theater aber etabliert. Gesamtrahmen im Profi-Ratgeber.

    Die Eos-Familie

    Von der Element 2 (Einstieg) über Gio @5 und Ion Xe bis zur Apex (Flaggschiff) — alle unter derselben Eos-Software.

    Für wen in DE?

    Vor allem Theater und Häuser mit cue-basierter Arbeitsweise. Für Tournee/Event dominiert in DE eher grandMA3 oder das Lichtpult allgemein.

    Warum Eos im Theater den Ton angibt

    ETC Eos ist auf die Arbeitsweise des Theaters zugeschnitten: cue-basiert und mit Tracking. Eine Vorstellung wird als lange Cue-Liste programmiert, die per Go-Taste Schritt für Schritt abläuft — jeden Abend exakt gleich. Tracking bedeutet, dass ein Cue nur ändert, was sich ändern soll, und der Rest unverändert „durchtrackt“. Für Sprech- und Musiktheater, Oper und Show mit festem Ablauf ist das genau die richtige Logik. Auf reaktiver Tournee-Arbeit liegt dagegen die Stärke von grandMA3.

    Die Eos-Familie und die Software

    Alle Eos-Pulte teilen dieselbe Software — vom Einstieg bis zum Flaggschiff. Dieselbe Programmierung läuft als Eos Nomad auch auf PC/Mac, sodass Sie eine Show offline vorbereiten und als Backup bereithalten. Damit ergibt sich ein durchgängiger Software-Workflow vom Laptop bis zum großen Pult.

    Eos im deutschsprachigen Markt

    Im deutschsprachigen Raum ist ETC im Theater und in festen Häusern gut vertreten, während Tournee und Event stärker von grandMA geprägt sind. Wer in beiden Welten arbeitet, trifft daher früher oder später auf beide Plattformen. Die Gesamteinordnung aller Profi-Systeme liefert unser Ratgeber zu DMX Controllern.

    Das Bedienkonzept: Kanäle und Kommandozeile

    Eos denkt in Kanälen und wird stark über eine Kommandozeile bedient — Befehle wie „Channel 1 Thru 10 At Full Enter“ schreiben ein Lichtbild präzise und wiederholbar. Diese textbasierte, exakte Arbeitsweise ist im Theater geschätzt, weil sie sauber dokumentierbar ist und jede Vorstellung reproduzierbar macht. Wer aus der klassischen Beleuchtung kommt, findet in dieser Logik schnell nach Hause; für spontanes Busking ist sie weniger gedacht.

    Eos und grandMA — zwei Denkweisen

    Der Unterschied zu grandMA3 liegt weniger in der Leistung als in der Philosophie: Eos ist konsequent auf cue-basiertes, dokumentiertes Arbeiten ausgelegt, grandMA stärker auf reaktives, tourgeprägtes Fahren mit Executors und Phasern. Viele Profis beherrschen beide Welten und wählen je nach Produktion. Die Gesamteinordnung liefert unser Ratgeber zu DMX Controllern.

    Eos in DE beziehen und lernen

    Im deutschsprachigen Raum ist ETC über Fachhändler und Verleiher gut erreichbar, mit Schwerpunkt im Theater- und Festinstallationsbereich. Zum Lernen bietet sich Eos Nomad an — die kostenfreie Offline-Software, mit der Sie die Bedienung ohne Pult üben und Shows vorbereiten. Damit läuft der Software-Workflow durchgängig vom Laptop bis zum großen Eos-Pult.

    Die Eos-Familie im Detail

    Die Eos-Reihe deckt ein breites Spektrum ab — vom kompakten Einstieg für kleine Häuser und Schulen bis zum großen Flaggschiff für Opern und aufwändige Produktionen. Modelle wie Element zielen auf einfachere Anwendungen, während Gio, Ion und die Spitzenpulte mehr Bedienfläche, Fader und Rechenleistung bieten. Der große Vorteil: Alle laufen unter derselben Eos-Software, sodass Bedienlogik und Show-Dateien über die ganze Familie hinweg kompatibel bleiben. Wer auf einem kleinen Eos-Pult lernt, findet sich sofort auf einem großen zurecht. Ergänzt wird die Reihe durch Fader-Wings und externe Bildschirme, mit denen sich auch kleinere Pulte erweitern lassen.

    Eos und Moving Lights

    Lange galt Eos vor allem als Meister des klassischen, konventionellen Lichts — doch die Plattform steuert selbstverständlich auch Moving Lights und LED-Fixtures. Der Zugang bleibt dabei der Eos-typische: strukturiert, kanal- und cue-orientiert, mit sauber dokumentierten Zuständen. Für Produktionen mit vielen bewegten Geräten und stark reaktivem Fahren spielt allerdings grandMA3 seine Stärken aus, während Eos im cue-getriebenen Theaterbetrieb seine Heimat behält. Viele Häuser fahren beides — Eos für die Vorstellung, ein tourgeprägtes Pult für Gastspiele und Konzerte.

    Le Faisceau Bewertung — ETC Eos Familie

    Bewertet nach unserer Le-Faisceau-Methode (Kapazität 25 % · Programmierung und Workflow 30 % · Ökosystem und Netzwerk 15 % · Preis-Leistung 20 % · Zuverlässigkeit und Support 10 %). Technische Daten und Preise stammen von den Herstellerseiten und dem Fachhandel.

    Pult Kapazität Workflow Ökosyst. P/L Zuverl. Gesamt /5
    Eos Apex 20 5.0 4.7 4.6 3.3 4.9 4.5 ★★★★½
    Eos Gio @5 4.7 4.7 4.6 3.8 4.9 4.5 ★★★★½
    Eos Ion Xe 4.3 4.6 4.6 4.3 4.9 4.5 ★★★★½
    Eos Element 2 💰 Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis 3.9 4.4 4.5 4.5 4.8 4.4 ★★★★½

    💰 Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis : Eos Element 2 — beste Preis-Leistungs-Achse (4.5/5).

    Häufige Fragen

    Ist Eos schwer zu lernen?

    Die cue-basierte Logik ist gut dokumentiert und mit Eos Nomad kostenfrei zu üben. Wer aus der Theaterwelt kommt, findet sich in der Regel schnell zurecht.

    ETC Eos oder grandMA?

    Eos fürs cue-basierte Theater; grandMA für Tournee/Event — siehe grandMA3.

    Bildnachweis: Masonvanmeurs, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

  • Bühnenbeleuchtung: Technik, Pulte und Auswahl

    Bühnenbeleuchtung: Technik, Pulte und Auswahl

    Bühnenbeleuchtung umfasst Scheinwerfer, Effekte und die Steuerung, mit der eine Bühne ins richtige Licht gesetzt wird. Dieser Überblick ordnet die Technik ein und zeigt, wo das Lichtpult ins Spiel kommt. Den Steuerungs-Teil vertieft unser Ratgeber zu DMX Controllern.

    Die Bausteine

    • Scheinwerfer — LED-PARs, Spots, Moving Heads, Washes.
    • Steuerung — ein Lichtpult bzw. DMX Controller programmiert und fährt das Licht.
    • Netzwerk/DMX — verbindet Pult und Geräte.

    Profi vs. Einstieg

    Für kleine Bühnen reichen Sets und einfache Controller; für ernsthafte Produktionen führt der Weg zum vollwertigen Lichtpult.

    Die Gewerke einer Bühnenbeleuchtung

    Eine Bühnenbeleuchtung besteht aus mehr als Scheinwerfern. Im Zusammenspiel stehen vier Ebenen: die Leuchten selbst (LED-PARs, Spots, Washes, Moving Heads), die Stromverteilung, die Steuerung über ein Lichtpult und das Datennetz aus DMX bzw. Art-Net/sACN, das Pult und Geräte verbindet. Erst wenn diese Ebenen sauber zusammenspielen, wird aus einzelnen Scheinwerfern eine steuerbare Lichtanlage.

    Scheinwerfertypen und ihr Zweck

    • PAR / Wash — flächiges, weiches Licht und Farbe; das Arbeitspferd für Farbstimmungen.
    • Spot / Profiler — gerichtetes Licht mit scharfer Kante, Gobos und Blenden; ideal für Akzente und Projektionen.
    • Moving Head — beweglicher Scheinwerfer (Spot oder Wash) mit Pan/Tilt, Farbe und Effekten; das dynamische Herz moderner Shows.
    • Effekt / Strobe / Blinder — für Akzente, Blitze und Publikumslicht.

    Vom kleinen Set zur echten Anlage

    Für eine kleine Bühne genügen ein LED-Set und ein einfacher Einsteiger-Controller. Wächst die Produktion — mehr Geräte, Moving Heads, Reproduzierbarkeit, mehrere Universen —, führt der Weg zu einem vollwertigen Lichtpult und einem durchdachten Datennetz. Die Steuerung ist dabei oft die wichtigste Einzelentscheidung; ihre Grundlagen vertieft unser Ratgeber zu DMX Controllern. Für Transport und Betrieb helfen ordentliche DMX-Kabel und passendes Zubehör.

    Lichtgestaltung: die Richtungen des Lichts

    Gutes Bühnenlicht ist kein „hell machen“, sondern Gestaltung mit Richtung. Klassisch unterscheidet man Frontlicht (macht Gesichter sichtbar, wirkt aber flach), Seitenlicht (modelliert Körper und Bewegung, wichtig bei Tanz) und Gegenlicht (trennt die Darsteller vom Hintergrund und gibt Tiefe). Erst das Zusammenspiel dieser Richtungen erzeugt ein plastisches, stimmungsvolles Bild. Farbe und Bewegung kommen darüber hinaus dazu — gesteuert vom Lichtpult.

    Strom, Last und Sicherheit

    Mit der Zahl der Scheinwerfer wächst der Strombedarf, und hier hört der Spaß auf: Lastverteilung, ausreichend dimensionierte Zuleitungen, Absicherung und eine saubere Zugentlastung hängender Geräte sind Pflicht. LED hat den Verbrauch gegenüber alten Halogen-Anlagen stark gesenkt, doch Aufhängung, Sicherung (Safety) und geprüfte Rigging-Punkte bleiben sicherheitskritisch. Im Zweifel gehört dieser Teil in fachkundige Hände.

    Planen statt improvisieren

    Auch kleine Produktionen profitieren von einem einfachen Lichtplan: Wo hängt welcher Scheinwerfer, welche DMX-Adresse hat er, welche Funktion erfüllt er? Wer das vorab skizziert, spart beim Aufbau Zeit und vermeidet Fehler beim Patchen. Für den sicheren Signalweg sorgen ordentliche DMX-Kabel und das passende Zubehör.

    Licht für unterschiedliche Anlässe

    Was eine Bühnenbeleuchtung leisten muss, hängt stark vom Anlass ab. Im Sprechtheater stehen präzise, ruhige Lichtstimmungen und exakte Cues im Vordergrund. Beim Konzert zählen Dynamik, Farbe und bewegtes Licht, das auf die Musik reagiert. Bei Konferenz und Corporate geht es um gleichmäßiges, blendfreies Licht auf Redner und Bühne sowie eine saubere Anbindung an Kamera und Projektion. Und in Club und Disco dominieren Effekte, Strobes und Farbwechsel. Dieselbe Grundtechnik — Scheinwerfer, Lichtpult und Datennetz — wird also je nach Ziel ganz unterschiedlich eingesetzt. Wer den Anlass klar vor Augen hat, wählt Geräte und Steuerung passend und vermeidet teure Fehlkäufe.

    Der Umstieg auf LED

    Die Bühnentechnik hat sich weitgehend auf LED verlagert, und das aus guten Gründen: geringerer Stromverbrauch, kaum Wärmeentwicklung, Farbe ohne Farbfolien und lange Lebensdauer. Für die Steuerung bedeutet das mehr Kanäle pro Gerät und damit einen höheren Anspruch an das Pult und das Datennetz. Für Betreiber senkt LED die laufenden Kosten und vereinfacht die Elektrik, weil dieselbe Lichtwirkung mit deutlich weniger Anschlussleistung erreicht wird. Wer heute eine Bühnenbeleuchtung plant, kommt an LED-Scheinwerfern praktisch nicht mehr vorbei — die Frage ist nur, in welcher Qualität und mit welcher Steuerung.

    Häufige Fragen

    Was ist wichtiger — Scheinwerfer oder Steuerung?

    Beides bedingt einander. Gute Scheinwerfer entfalten ihr Potenzial erst mit passender Steuerung; ein starkes Pult braucht ordentliche Leuchten. Planen Sie beides aufeinander abgestimmt.

    Was kostet eine Bühnenbeleuchtung?

    Von kleinen Sets bis zur Großanlage sehr unterschiedlich.

    Bildnachweis: Shixart1985, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

  • grandMA3 onPC und Software: der Praxis-Guide

    grandMA3 onPC und Software: der Praxis-Guide

    grandMA3 onPC ist die Software-Version des Systems: Sie programmieren Ihre Show am Computer und steuern echtes DMX über ein Hardware-Interface (Node oder Command Wing). Teil der grandMA3-Reihe; mehr im Software-Beitrag.

    Was onPC kann

    Dieselbe grandMA3-Software wie die Pulte — zum Vorprogrammieren, Lernen und als Backup. Die Software ist kostenlos; wie viele Parameter ausgegeben werden, bestimmt die angeschlossene MA-Hardware (z. B. 4.096 mit Command Wing, DMX-key oder onPC-Node, 1.024 mit dem DMX-key starter).

    Software plus Hardware

    Für echtes DMX braucht onPC MA-Hardware: einen onPC-Node, den DMX-key oder ein Command Wing für die Haptik.

    Wofür Sie onPC einsetzen

    grandMA3 onPC ist die Software-Version des Systems und deckt vier Kernaufgaben ab: Offline-Programmierung (die Show am Laptop bauen, bevor das Rig steht), Schulung (die echte Bedienlogik lernen, ohne ein Pult zu blockieren), Backup (ein vorbereiteter Laptop als Absicherung neben dem Hauptpult) und der günstige Einstieg in die grandMA3-Welt. Weil onPC exakt dieselbe Software wie die Pulte nutzt, wandert eine Show-Datei ohne Umwege zwischen Laptop und Konsole.

    Software plus Hardware: echtes DMX ausgeben

    Zum reinen Programmieren genügt der Computer. Für die Ausgabe an echtes DMX braucht onPC einen Hardware-Weg: einen grandMA3-onPC-Node (der die Netzwerkdaten in DMX wandelt), den DMX-key per USB oder ein Command Wing, das zusätzlich physische Fader und Encoder liefert. Wie viele Parameter Sie ausgeben dürfen, bestimmt die angeschlossene MA-Hardware — ohne sie gibt die Software kein DMX aus.

    onPC im Ökosystem

    onPC ist der rote Faden durch die gesamte grandMA3-Reihe: dieselben Werkzeuge wie auf light und full-size, inklusive 3D-Visualizer und nativer GDTF/MVR-Unterstützung. Für die Grundlagen von PC-basierter Steuerung lohnt auch unser Beitrag zur DMX-Controller-Software.

    Rechner, Setup und Systemanforderungen

    onPC läuft auf leistungsfähigen Windows- und Mac-Rechnern; für flüssiges Arbeiten mit dem integrierten 3D-Visualizer zählen vor allem eine potente Grafikleistung und genug Arbeitsspeicher. Nach der Installation verbinden Sie Ihre Ausgabe-Hardware, patchen die Geräte und arbeiten in derselben Oberfläche wie am Pult. Ein zweiter Monitor macht das Arbeiten deutlich angenehmer, weil grandMA3 gern viel Bildschirmfläche nutzt.

    Das Lizenzmodell verstehen

    Zentral ist die Trennung von Software und Ausgabe: Die grandMA3-Software steht zum Programmieren bereit, doch die Zahl der real ausgebbaren Parameter hängt an der angeschlossenen MA-Hardware (Command Wing, DMX-key, onPC-Node usw.). Wer nur offline plant und lernt, kommt ohne Zusatzkosten aus — die Software ist kostenlos; sobald echtes DMX fließt, kommt die Hardwarefrage ins Spiel. Planen Sie diesen Punkt früh ein, damit die onPC-Ausgabe zur Größe Ihres Rigs passt.

    Mit onPC lernen — der günstige Weg in die Plattform

    Kaum ein Weg in ein Profi-System ist günstiger als onPC plus die zertifizierten Kurse der MA University. Sie üben die echte Bedienlogik am eigenen Laptop, ohne ein teures Pult zu blockieren, und ergänzen später ein Command Wing für die Haptik. So wachsen Sie organisch in light und full-size hinein.

    onPC im Netzwerk: Nodes und Ausgabe

    Der Schritt vom reinen Programmieren zum echten Steuern führt über das Netzwerk. onPC gibt seine Universen über MA-Net3, Art-Net oder sACN ins Ethernet, und ein Node an der Bühne wandelt diese Datenströme in klassisches DMX für die Scheinwerfer. So steuern Sie mit einem Laptop und ein, zwei Nodes bereits ein ansehnliches Rig. Achten Sie auf ein sauberes, störungsfreies Netzwerk — ein einfacher, dedizierter Switch reicht meist und ist zuverlässiger als eine geteilte Bürostruktur. Wächst das Setup, fügen Sie weitere Nodes hinzu, während der grandMA3-Arbeitsplatz derselbe bleibt.

    onPC als Backup-Strategie

    Einer der stärksten Gründe für onPC ist die Absicherung: Ein vorbereiteter Laptop mit installierter Software und der aktuellen Show-Datei ist eine günstige Versicherung neben dem Hauptpult. Fällt die Hardware aus, lässt sich die Produktion — je nach Setup und angeschlossener MA-Hardware — über onPC und ein Interface am Laufen halten. Angewöhnen sollten Sie sich, die Show-Datei regelmäßig auf den Backup-Rechner zu spiegeln und beide Softwarestände identisch zu halten. So wird aus onPC nicht nur ein Lern- und Programmierwerkzeug, sondern ein echter Teil Ihrer Ausfallsicherheit — passend zum Redundanzgedanken der grandMA3-Plattform.

    Le Faisceau Bewertung — grandMA3 onPC

    Bewertet nach unserer Le-Faisceau-Methode (Kapazität 25 % · Programmierung und Workflow 30 % · Ökosystem und Netzwerk 15 % · Preis-Leistung 20 % · Zuverlässigkeit und Support 10 %). Technische Daten und Preise stammen von den Herstellerseiten und dem Fachhandel.

    Pult Kapazität Workflow Ökosyst. P/L Zuverl. Gesamt /5
    grandMA3 onPC 3.5 4.3 4.8 4.7 4.3 4.3 ★★★★½

    Gesamtnote: 4.3/5 ★★★★½ — gewichtete Synthese unserer fünf Bewertungsachsen.

    Häufige Fragen

    Kann ich mit onPC allein eine Show steuern?

    Programmieren ja, jederzeit. Für die DMX-Ausgabe brauchen Sie zusätzlich MA-Hardware (onPC-Node, DMX-key oder Command Wing), die zugleich die Parameter freischaltet.

    Läuft grandMA3 onPC auf jedem Laptop?

    Auf leistungsfähigen Windows- und Mac-Rechnern; für flüssiges Arbeiten mit 3D-Visualizer empfiehlt sich potente Hardware.

    Ist grandMA3 onPC kostenlos?

    Ja, die Software ist kostenlos; für die DMX-Ausgabe schaltet angeschlossene MA-Hardware (z. B. DMX-key, Command Wing oder onPC-Node) die Parameter frei.

    Bildnachweis: MA Lighting